Konzeption

 

Inhaltsverzeichnis Konzeption

 

1.         Geschichte des Bonifatius Kindergartens

 

2.         Vorstellung der Einrichtung

2.1       Größe der Einrichtung

2.2       Räumliche Gegebenheiten

2.3       Personal

2.4       Öffnungszeiten

2.5       Ferienzeiten

2.6       Lage der Einrichtung

 

3.         Ziele und Begründung der pädagogischen Arbeit mit Kindern

3.1       Entwicklungsbedingungen- und möglichkeiten des einzelnen Kindes in der Einrichtung

3.2       Das Zusammenleben von Kindern mit und ohne Behinderung

3.3       Soziale Kontakte zwischen den Kindern und Kindern und Erwachsenen

 

4.         Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im             Primarbereich

 

5.         Formen der pädagogischen Arbeit mit allen Kindern

5.1       Freispiel

5.2       Angeleitete Aktivitäten

 

6.         Dokumentation

7.         Qualitätsentwicklung (IQUE)

8.         Partizipation

9.         Prävention

10.       Gesundheit und Ernährung

11.       Formen der pädagogischen Arbeit mit den zukünftigen Schulkindern

12.       Ziele, Formen und Begründung der Zusammenarbeit mit den Eltern

 

13.       Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen

13.1     Zuständigkeiten

13.2     Mitarbeiterbesprechungen

13.3     Fortbildungen

 

14.       Ziele und Formen der Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde

 

15.       Zusammenarbeit des Kindergartens mit anderen Institutionen und Gruppierungen

15.1     Kindergärten der Stadtheide

15.2     Grundschulen

15.3     Runder Tisch aller Gruppierungen in der Stadtheide

15.4     Berufskollegs

 16.       Besondere Aktionen

16.1     Kleiner Urlaub

1. Geschichte des Bonifatius Kindergartens

Der erste Kindergarten der Pfarrgemeinde wurde 1945 auf dem Exerzierplatz eröffnet. Heute ist dort das Wohngebiet der Erwin-Rommel-Straße entstanden. Da diese Einrichtung lediglich als Übergangslösung nach dem Krieg diente, fand am Christkönigsfest im Oktober 1950 der Umzug in das neu errichtete Gebäude am Dr. Rörig Damm (heute steht dort ein Wohn- und Geschäftshaus) statt.

            Die erste Leiterin des Kindergartens war eine Ordensschwester.

            Der heutige Kindergarten am Bonifatiusweg wurde am 01. Oktober 1981 eingeweiht. Eine             Erweiterung und Modernisierung fand im Jahr 2015/2016 statt.

Am 01. August 2019 wurde der Kindergarten von der Kath. Kindertageseinrichtungen Hochstift gGmbH übernommen. 

2. Vorstellung der Einrichtung

 

2.1  Größe der Einrichtung

 

            In dem 750 qm umfassenden Gebäude sind drei Kindergartengruppen untergebracht, eine             Gruppe für den U 3 Bereich und zwei Gruppen im Ü 3 Bereich.

            Im Jahr 2015/2016 erfolgte ein Anbau von 250 qm und eine Sanierung des Altbestandes.

            Zu der Einrichtung gehört ein Außengelände mit Sandkästen, Klettermöglichkeiten, eine             Wasserspielanlage und eine Vogelnestschaukel.

 

2.2  Räumliche Gegebenheiten

 

            Jeder Kindergartengruppe stehen ein Gruppenraum, ein Nebenraum, ein Toiletten-          Waschraum mit einer Wickelkommode, eine Garderobe sowie Abstellräume zur Verfügung.   Drei Schlafräume vervollständigen das Raumangebot.

            Für alle Kinder gibt es einen Bewegungsraum und einen großen Eingangsbereich, der auch  zum Spielen benutzt wird.

            Der Personalbereich besteht aus einem Mitarbeiter- und einem Besprechungsraum, sowie      einem Büro.

 

 

2.3  Personelle Gegebenheiten

 

            Zu unserem Kindergarten gehören:

-        eine Einrichtungsleitung

-        11 Erzieherinnen (Teilzeit / Vollzeit)

-        1 Hauswirtschaftskraft

-        2 Raumpflegerinnen

 

2.4  Öffnungszeiten

 

            35 Stunden Betreuung:                       Montag – Freitag        07:15 Uhr – 12:15 Uhr

                                                                     Montag – Donnerstag 13:45 Uhr – 16:15 Uhr

 

            35 Stunden Block Betreuung:              Montag – Freitag        07:15 Uhr – 14:15 Uhr

 

            45 Stunden Betreuung:                      Montag – Freitag        07:15 Uhr – 16:15 Uhr

 

            Die Bringzeit ist am Vormittag um 08:45 Uhr beendet und zu diesem Zeitpunkt wird die             Haustür geschlossen, so dass dann die Zeit der intensiven Arbeit beginnen kann.

2.5  Ferienzeiten

 

Der Kindergarten schließt innerhalb der Schulferien im Sommer zwei Wochen. 

Weihnachten und Ostern bleibt die Einrichtung je ca. 1 Woche geschlossen. Weitere Ferienzeiten werden mit dem Rat der Tageseinrichtungen festgesetzt und den Eltern rechtzeitig bekanntgegeben, ebenso die pädagogischen Arbeitstage (4 Tage im Kalenderjahr). Der Kindergarten ist insgesamt 24 Tage in einem Kindergartenjahr geschlossen.

 

2.6  Lage der Einrichtung

 

Der Kindergarten liegt in einer ruhigen Seitenstraße am Bonifatiusweg, der über den vielbefahrenen Dr. Rörig Damm zu erreichen ist.

In unmittelbarer Nähe liegen die Pfarrkirche, das Pfarrheim und das Pfarrhaus.

Die Außenanlage ist durch umliegende Gärten abgegrenzt, so dass ein Zugang von Unbefugten nur schwer möglich ist.

 

 3. Ziele und Begründung der pädagogischen Arbeit mit Kindern

 

            Unsere Einrichtung ist ein Lebensraum für Kinder. Hier trifft Ihr Kind andere Kinder und          hat Zeit zum Spielen. In den Kindergruppen leiten wir zum Spielen an und unterstützen damit die kindliche Freude am Entdecken und Erforschen.

            Ihr Kind hat die Möglichkeit, durch den täglichen und regelmäßigen Besuch des Kindergartens in die Gruppe der gleichaltrigen, aber auch jüngeren oder älteren Kindern          hineinzuwachsen und sich selbst im Zusammenleben mit anderen Menschen zu erfahren. Im     Zusammenleben- und -spielen mit anderen und im gemeinsamen Handeln gewinnt das Kind     Vertrauen und kann Freude und Enttäuschung erleben und verarbeiten. Die Kinder dieser           Altersstufe haben somit die Möglichkeit sich selbst zu entdecken und zu entwickeln.

            Zur Ergänzung Ihrer elterlichen Erziehung und in gemeinsamer Verantwortung für die    Kinder streben wir dies vor allem über das praktische Tun an. Dazu gehören Übungen des          täglichen Lebens, (An- und Ausziehen, Toilettengang, hauswirtschaftliche Tätigkeiten).

Hier lernt das Kind Selbständigkeit und dadurch kann das Selbstvertrauen bestärkt werden.

            Über den gesetzlichen Erziehungs- und Bildungsauftrag hinaus, den der Kindergarten hat,      wollen wir den Kindern als kirchlicher Kindergarten in der Gemeinschaft erfahrbar machen, dass unsere Welt von Gott erschaffen ist. Wir erzählen den Kindern von Gott und beten zu ihm. Er ist als Jesus Christus Menschen geworden und lebt fort in der Gemeinschaft der  Getauften. Unsere Arbeit orientiert sich am vorbildlichen Leben Jesu. In einer kindgemäßen  Art führen wir die Kinder über Zeichen, Bilder und bibl. Geschichten zu christlichen  Inhalten. Die Feste und Riten der Kirche werden den Kindern erklärt.

 

3.1  Entwicklungsbedingungen- und möglichkeiten des einzelnen Kindes in der Einrichtung

 

            Das Kindergartenkind kommt zunächst aus der kleinen Welt „Familie“. Im Kindergarten          soll die Sichtweise des Kindes erweitert werden, wobei die einzelne Individualität           berücksichtigt und darauf eingegangen wird. Die Zeit für alle Kinder in der Tageseinrichtung beginnt mit einer sogenannten „Eingewöhnungszeit“ um gezielt den Kindern den Übergang von der vertrauten Familienwelt in die noch unbekannte Kindergartenwelt zu erleichtern. Jedes Kind bekommt eine Bezugserzieherin und wird nach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“ eingewöhnt.

            

 

3.2  Integration – Das Zusammenleben von Kindern mit / ohne Behinderung

 

            Die ersten sechs Lebensjahre eines Kindes stellen eine besonders intensive Entwicklungszeit  dar, deshalb haben wir eine große Verantwortung, Auffälligkeiten der Kinder (z.B. im            sprachlichen Bereich, in der Bewegungskoordination oder im Wahrnehmungsbereich) zu            erkennen und eventuelle erforderliche Maßnahmen einzuleiten.

            Unser Auftrag ist es, auch Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Behinderung und     chronisch kranke Kinder aufzunehmen. Das heißt für uns Erzeherinnen, jedes Kind so         anzunehmen wie es ist und ihm mit liebevoller Achtung zu begegnen.

            Voraussetzung für Integration ist die Bereitschaft des ganzen Teams, da sich Integration nicht nur auf einen Raum bzw. zwei Erzieherinnen beschränken kann. Unabdingbar ist auch    die Offenheit jedes Einzelnen und die Fähigkeit seine Ängste und Grenzen zu erkennen und an ihnen zu arbeiten.

            Grundbedürfnisse kranker oder behinderter Kinder erkennen zu können, macht es für uns             erforderlich, ein gewisses Maß an Kenntnissen und Hintergrundwissen über die jeweiligen             Erkrankungen zu erlangen.

            Wenn ein neues Kind in die Gruppe kommt, besprechen wir das vorher mit den Kindern. Bei   einem Kind mit Behinderung oder einer Krankheit kann es notwendig sein, die Kinder genauer vorzubereiten.

            Intensive Gespräche mit den betroffenen Institutionen, Therapeuten und allen, die mit dem  Kind zusammenarbeiten und leben ist Voraussetzung für die positive Entwicklung des Kindes.

            Wenn erreicht ist, dass in unserem Zusammenleben Kinder mit Behinderung nicht mehr als    „Besonderes“ gelten, sondern einfach als Kinder mit besonderen Eigenschaften wahrgenommen werde, die unser Leben bereichern, ist Integration gelungen.

 

3.3  Soziale Kontakte zwischen den Kindern und Kindern und Erwachsenen

 

            Nur der Mensch, dem Gelegenheit gegeben wurde, seine Persönlichkeit zu entfalten, sich     selbst als Wert zu erleben, wird sich sozial verhalten.

            Er wird aber auch in der Gruppe erleben, dass man aufeinander angewiesen ist und sich gegenseitig hilft.

 

            Im einzelnen werden folgende Interaktionen eingeübt:

-        Beziehung zu Bezugspersonen außerhalb des Elternhauses (Erzieherin)

-        Kontakte zu anderen Kindern, sowohl im Zweierkontakt als auch in kleinen (selbstgewählten)             Gruppen

-        Kontakte in einer gleichbleibenden größeren Gruppe

-        Kontakt zu fremden, nicht regelmäßig im Kindergarten auftretenden Personen , z.B. Pfarrer,               Vikar, Polizist, Projektpartner

-        Formen des Umgangs, den anderen gegenüber

-        Kontakte zu Personen der sozialen Umwelt außerhalb der Familie und des Kindergartens,                   Kenntnisse über sie

-        Rollenfindung in verschiedenen Beziehungen

-        Berücksichtigung fremder, sowie Durchsetzung eigener Interessen

-        Anpassung an gegebene Verhältnisse

-        Fähigkeit zur Achtung und Tolerierung der anderen Gruppenmitglieder

-        Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit

 

4.Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in NRW

 

            Es lassen sich folgende zehn Bildungsbereiche benennen:

            1. Bewegung

            2. Körper, Gesundheit und Ernährung

            3. Sprache und Kommunikation

            4. Soziale und (inter-) kulturelle Bildung

            5.         Musisch-ästhetische Bildung

            6.         Religion und Ethik

            7.         Mathematische Bildung

            8.         Naturwissenschaftlich-technische Bildung

            9.         Ökologische Bildung

            10.       Medien

 

            Aus der fachlichen Auseinandersetzung mit den Bildungsbereichen ergeben sich für jeden      Bereich spezifische Bildungsmöglichkeiten. Jedem Kind soll im Rahmen seiner individuellen Voraussetzungen die Möglichkeit für vielfältige Bildungsprozesse gegeben werden. Chancengleichheit der Kinder wird dadurch gesichert, dass diese individuell betrachtet und keine Leistungszeile definiert werden, die alle Kinder gleichermaßen erreichen.

 

            Etwas ausführlicher stellen wir den 6. Bildungsbereich Religion und Ethik dar:

            Unser Kindergarten ist eine katholische Einrichtung, deshalb orientieren wir unsere        pädagogische Arbeit an der Glaubensgrundsätzen der katholischen Kirche.

            Der Kindergarten steht aber auch nicht-katholischern Kindern offen, Voraussetzung, dass die  Eltern den Charakterstark des Kindergartens anerkennen. Religiöse Erziehung verstehen wir nicht als isoliertes Angebot, sondern als selbstverständlichen Bestandteil der gesamten         Kindergartenarbeit.

            Die Kinder sollen die kirchlichen Traditionen und kirchliche Feste kennenlernen, aber auch             herangeführt werden an die Inhalte des Glaubens.

            Im einzelnen gehören dazu:

-        tägliches Beten und Singen von religiösen Liedern

-        Wortgottesdienste zu verschiedenen Anlässen (Kindersegnung, Erntedank, Fastenzeit etc.)

-        Feiern im Jahreskreis (Erntedank, St. Martin, St. Nikolaus, Weihnachten, Fastenzeit und                     Ostern etc.)

-        Bräuche (Laternen basteln, Adventskranz stecken, Palmstock binden, Osterkerze gestalten)

-        im Kirchenraum (Weihwasserbecken, Marienaltar, Taufbecken, Altar, Kreuzweg, Krippe, Orgel)

-        Gespräche zu Namensfesten

-        Besuch des Marienaltars in der Kirche an Geburtstagen, Anzünden einer Kerze und Sprechen             eines frei formulierten Gebetes anlässlich eines Geburtstages

 

5. Formen der pädagogischen Arbeit mit allen Kindern

 

5.1  Freispiel

 

            Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen haben die Kinder in unserer Einrichtung    während des Freispiels die Möglichkeiten folgende Erfahrungen zu machen:

-        sie können und sie sollen selbst wählen mit wem sie spielen wollen und was sie spielen wollen

-        die Kinder bestimmen selbst in einem Zeitrahmen die Dauer und die Art des Spielens,m wobei           die vereinbarte Ordnung eingehalten werden soll

-        sie üben im selben Raum zur selben Zeit unterschiedliche Tätigkeiten aus (Lern- und                          Lebensraum)

-        es gibt unterschiedliche Schwierigkeitsgrade beim Freispiel, so dass die individuellen                          Lernentwicklungsstufen zur Geltung kommen

-        Regeln für das Freispiel werden teilweise gemeinsam gefunden und verhandelt, sollten                     Schwierigkeiten entstehen, werden sie im Stuhlkreis besprochen

-        bei diesem Spiel werden Hilfen durch Kinder oder auch durch die Erzieherinnen gegeben

-        unterschiedliche Erprobungen sind erlaubt

-        neue Erfahrungen oder Fortschritte können den anderen Kindern mitgeteilt werden

 

          Daraus ergeben sich für die pädagogische Arbeit folgende Lernerfahrungen, dass die Kinder:

-        Selbständigkeit und Planungsverhalten

-        Zeit- und Raumbewusstsein

-        Sozialverhalten und Erholungszuversicht

            lernen.

 

            Der Einfluss des Erziehers beginnt nicht erst dort, wo gemeinsames, gelenktes, geregeltes    Spiel unter seiner Anleitung geschieht, sondern schon dort, wo das Kind individuell, spontan und eigenständig spielt. Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass der Erzieher beim freien Spiel des Kindes Entlastung erfährt, das Kind sich selbst überlassen ist und er sich einer anderen Aufgabe widmen kann. Der Erzieher hat während des freien, selbstgewählten Spiels des Kindes, eine wichtige Aufgabe zu erfüllen.

            Er beobachtet jedes Kind, weiß um die jeweilige Entwicklungsstufe und seine Beziehung        zum Spielkamerad und Spielgegenstand und wann das Kind Lob braucht.

 

5.2  Angeleitete Aktivitäten

 

            In unserem Kindergarten bildet die Projektarbeit das Grundgerüst für vielfältige Angebote.

            Die Kinder bestimmen selbst welches Projekt sie über einen Zeitraum von 4 – 8 Wochen        in den Vordergrund stellen möchten. Während einer Kinderkonferenz werden die Einzelheiten besprochen und abgestimmt. Die Projektarbeit berücksichtigt alle Bildungsbereiche.

 

 

 6. Dokumentation

 

            Die Dokumentation der Entwicklung Ihres Kindes ist für uns wichtig und selbstverständlich.    Wir arbeiten mit den Bildungs- und Lerngeschichten. Dieses Beobachtungs- und        Dokumentationsverfahren nimmt die Stärken der Kinder während des alltäglichen Lernens im Kindergarten in den Blick.

            Weiterhin wird das Sprachverständnis der Kinder über den BASIK Bogen, der die                  Sprachentwicklung des Kindes dokumentiert,ausgewertet. Aus dieser Dokumentation heraus ergibt sich Möglichkeit die Kinder mit einer alltagsintegrierten Sprachförderung zu fördern.

            Ein weiteres Verfahren der Entwicklungsdokumentation wird mit den Grenzsteinen der Entwicklung abgedeckt.

            Die Eltern haben jederzeit die Möglichkeit Einsicht in die Dokumentation zu nehmen.

 

 

7. Qualitätsentwicklung IQUE

 

            In § 11 Fortbildung und Evaluation des KiBiz sollen von den Trägern Qualitätskriterien entwickelt werden, die Aussagen über die Begleitung, Förderung und Herausforderung        frühkindlicher Bildungsprozessen enthalten. Die Stadt Paderborn hat sich mit den           Kindertageseinrichtungen unterschiedlicher Trägerschaft auf den Weg gemacht,         Qualitätsstandards für die Bildungsprozesse der Kinder zu erarbeiten. Dieser Prozess IQUE (Integrierte Qualitäts- und Personalentwicklung) ist speziell für KiTas entwickelt. IQUE         unterstützt die Motivation der Mitarbeiterinnen an der ständigen Qualitätsentwicklung ihrer     Arbeit und bietet ein weit reichendes fachliches und methodischer Handlungswerkzeug zur        Umsetzung des Qualitätskonzeptes in jedes Team. Es gibt 12 Leitsätze, die für die       Bildungsarbeit erarbeitet wurden und die Basis für das Handlungsfeld bilden.

 

  8. Partizipation

 

            Die Kinder können ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entsprechend bei der Gestaltung des     Alltags in der Kindertageseinrichtung mitwirken. Jedes Kind hat Recht darauf, seine Interessen zu äußern und mit diesen auch berücksichtigt zu werden.

            In einer Kita- Verfassung ist die strukturelle Verankerung von Partizipation festgehalten. Es    gibt Gruppenkonferenzen bei der z.B. die Gruppensprecher gewählt werden, die sich mit allen Sprechern der KiTa zu einer Konferenz treffen. Hier werden z. B. Projektarbeiten, die    von den Kindern gewünscht werden näher erörtert oder Durchführung von Festen besprochen. Die Ergebnisse werden der Gruppenkonferenz mitgeteilt.

 

 

9.   Prävention

 

            Die soziale und emotionale Kompetenzförderung der uns anvertrauten Kinder verlangt von     uns eine besondere Kultur der Achtsamkeit gegenüber Gewalt. Die Partizipation der Kinder und der respektvolle, ihre Rechte beachtende Umgang mit ihnen ist selbstverständlicher Bestandteil unserer täglichen Arbeit.

            Alle Beschäftigten in der Einrichtung sind sich ihres besonderen Schutzauftrages bewusst,      für Gefährdungen der Kinder durch Grenzverletzungen, Misshandlungen oder Missbrauch in           besonderem Maße sensibilisiert und entsprechend im Umgang mit diesem Thema geschult. In diesen Schulungen werden Handlungsempfehlungen und verbindlich geltende Verfahrenswege für Verdachtsfälle vermittelt.

 

10. Gesundheit und Ernährung

 

            Für die Gesundheit der Kinder ist die Ernährungserziehung von größter Bedeutung. Eine             abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung macht widerstandsfähig und beugt         Krankheiten vor.

 

            Dies geschieht durch:

-        Gewöhnung der Kinder an persönliche, selbständige Körperpflege (Hände waschen, Nase                   putzen)

-        Hinführung an gesunde, vollwertige Kost (gesunde Alternative zu den süßen                                     Zwischenmahlzeiten auswählen)

-        Zubereitung eines gesunden Frühstücks

-        Erkennen des Zusammenhangs zwischen zuckerarmer Ernährung und Zahngesundheit

-        möglichst viel Aufenthalt im Freien und Bewegung

-        sorgfältiges Achten auf gesundheitliche Schäden (z.B. Hör- und Sehschäden,                                   Sprachauffälligkeiten, Haltungsschäden)

            Das Elternhaus und der Kindergarten können nur gemeinsam ein bewusstes Ernährungs-      und Gesundheitsverhalten der Kinder fördern und ihnen zu mehr Wohlbefinden, Lebensfreude und damit zu mehr Lebensqualität verhelfen.

 

11. Formen der pädagogischen Arbeit mit den zukünftigen Schulanfängern

 

            Jedes Jahr führen wir mit den zukünftigen Schulanfängern am Vormittag folgende           Tätigkeiten durch:

-        Erstellen einer Faltmappe

-        Weben mit Papier und Wolle

-        Förderung der Motorik und Konzentration durch spezielle Spiele und Malübungen

 

            Zusätzlich bieten wir für diese Kinder im letzten Kindergartenjahr am Nachmitag den     Schlaufuchs Treff an. Hier wird

-        geforscht

-        getöpfert

-        gesägt an der Dekupiersäge

-        gebacken

-        gestaltet

 

          Besondere Höhenpunkte für die zukünftigen Schulanfänger sind:

-        Felix Fit (Rückenschule)

-        Feuerwehrbesuch (Brandschutzerziehung)

-        Besuch einer Zahnarztpraxis

-        Verkehrserziehung

-        Fahrt nach Wolfsburg in die Autostadt

-        Herstellen einer Schultüte

-        Besuch in den Grundschulen

-        Abschlussfahrt

-        Abschlussfeier

 

          Angebote für die Eltern:

-        Informationsnachmittag zu speziellen Spielen und Angeboten

 12. Ziele, Formen und Begründung der Zusammenarbeit mit den Elternhaus

 

            Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Erzieherinnen und Träger ist eine                                  Voraussetzung zur Förderung des Kindes.

            Die Elternarbeit im Kindergarten geschieht zwischen Eltern und Erzieherinnen über den             Informationsaustausch und ist eine Hilfe für die Entwicklung des einzelnen Kindes.

            Die Bildungs- und Lerngeschichten bilden jeweils die Grundlage für die Gespräche.

            Darüber hinaus haben die Eltern die Möglichkeit, jkit ihren Kindern gemeinsam an                            Angeboten des Kindergartens teilzunehmen.

            Die Eltern sind Partner der Erzieher und werden aktiv in das Leben des Kindergartens             miteinbezogen.

 

            Das Kindergartenteam informiert durch:

-        die Elternversammlung

-        die Elternbriefe, Informationsabende

-        durch Protokolle und Bekanntmachungen

 

            Die Eltern haben die Möglichkeit an folgenden Angeboten des Kindergartens teilzunehmen.

-        Kennenlernabend

-        Elternabende mit Referenten

-        Elternabende mit praktischen Angeboten

-        Wortgottesdienste

-        Feste

-        Eltern- und Kind Aktivitäten

-        Mitarbeit/Mithilfe

 

            Mitwirkungmöglichkeiten der Eltern durch den

-        Elternrat (siehe: Für Ihr Kind die Katholische Tageseinrichtung)

-        Rat der Tageseinrichtung

 

13. Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen

 

            13.1 Zuständigkeiten

 

            Gesamtteam

            Das Gesamtteam arbeitet nach der Konzeption, übernimmt die pädagogische Planung,    Organisation und Durchführung der Kindergartenarbeit.

 

            Leiterin

            Die Leiterin ist verantwortlich für

-        die Erstellung, Abstimmung und Umsetzung der pädagogischen Konzeptiion

-        Verwaltungsaufgaben und enge Zusammenarbeit mit dem Träger

-        Führen der Mitarbeiterinnen, Fach- und Dienstaufsicht, z.B. Personalführung, Einstellungen,     

-        Organisation des Betriebes

-        Elternarbeit

-        Pflegerische u. hauswirtschaftl. Aufgaben

-        Aktive Mitwirkung am Gemeindeleben

 

 

            Fachkraft / Ergänzungskraft

            Die Fachkräfte sind verantwortlich für

-        pädagogische Arbeiten

-        Organisatorische Aufgaben ion der GruppenmitgliederElternarbeit / Öffentlichkeitsarbeit

-        Verwaltungsaufgaben

-        Pflegerische und hauswirtschaftliche Aufgaben

-        Übermittagsbetreuung

 

13.2 Mitarbeiterbesprechungen

 

            Jeden Mittwoch findet mit den hauptverantwortlichen der drei Gruppen eine Teamsitzung.      Inhalte sind Vorbereitung und Erarbeitung von Projekten, aktuellen Themen, ein pädagogischer Austausch und kollegiale Beratung. Die Ergebnisse werden den jeweiligen Mitarbeiterinnen in den einzelnen Gruppen mitgeteilt. Jeden 1. Montag im Monat findet eine zweistündige Dienstbespechung mit allen Mitarbetierinnen statt. Zusätzlich gibt es im Kalenderjahr 4 pädagogische Arbeitstage.

           Bei besonderen Anlässen werden abendliche Dienstbesprechungen einberufen.

 

13.3 Fortbildung

 

            Die Erzieherinnen unserer Kindertageseinrichtung nehmen regelmäßig an verschiedenen             Fortbildungsseminaren teil.

 

 

            14. Ziele und Formen der Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde

 

            Der Kindergarten ist ein Teil der Pfarrgemeinde mit ihren Diensten und Gruppierungen.

-        Die Leiterin nimmt an den Sitzungen des Großpfarrgemeinderates teil

-        Am runden Tisch werden Terminabsprachen für das ganze Jahr getroffen

-        Der Kindergarten beteiligt sich an der Kleiderbörse, bei Kindergottesdiensten, am Pfarrfest                 und anderen Veranstaltungen

            Die Kinder beteiligen sich mit kleinen Beiträgen wie z.B. Theaterstück, Tanz und Spiel bei             ausgewählten Seniorennachmittagen. Ein besonderer Höhepunkt ist die Mitwirkung bei der             Karnevalsveranstaltungen der Frauengemeinschaft.

 

15. Zusammenarbeit des Kindergartens mit anderen Institutionen und                                        Gruppierungen

 

15.1 Kindergärten der Stadtheide

           

            Die 6 Leiterinnen treffen sich regelmäßig um Absprachen zu treffen. Mit dem St. Vincenz             Kindergarten besteht eine enge Zusammenarbeit. Es finden u.a. gemeinsame                                  Wortgottesdienste und Aktionen statt.

 

15.2 Grundschulen

 

            Mit den zukünftigen Schulanfängern besuchen wir vor die Einschulung u.a. folgende      Grundschulen:

-        Bonifatius

-        Marienloh

-        Overberg

-        Stephanus

 

            Außerdem gibt es eine Regionalkonferenz, die aus 16 Kindtageseinrichtungen und 3       Grundschulen besteht. Diese fördert die Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und     Grundschulen.

 

15.3 Runder Tisch aller Gruppierungen in der Stadtheide

 

            Damit keine Überschneidungen bei Festen und Feiern vorkommen, treffen sich alle             Gruppierungen einmal im Jahr zu Terminabsprachen.

 

 15.4 Berufskollegs

 

            SchülerInnen von den Berufskollegs führen bei uns Ihre Praktika durch. Daher stehen wir im     engen Kontakt mit dem Lehrpersonal. Regelmäßige Praxisanleitertreffen werden in den            Kollegs durchgeführt.

 

 

16. Besondere Aktionen

 

16.1 Kleiner Urlaub

 

            Die Kinder haben die Möglichkeit an einem kleinen Urlaub besonderer Art teilzunehmen.        Wir verbringen drei wunderschöne Tage auf einem Bauernhof, der für die Kinder viele          interessante Erlebnisse bietet.

 

            16.2 Familienwochenende

 

            Einmal im Jahr bieten wir für die gesamte Familie ein Familienwochenende an. Bei Spaß        und Spiel verbringen wir schöne gemeinsame Stunden, die für Eltern, Kinder und Erzieher   unvergesslich bleiben.